Adipositas (Fettleibigkeit) – Krankheitsbild und allgemeine Behandlungsmethoden

Aktualisiert am 17. Juli 2021 von ÁYIO-Q Redaktion

Erläuterung des Krankheitsbildes

Fettleibigkeit (Adipositas) hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich 2,8 Millionen Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit und Übergewicht.

Fettleibigkeit und Übergewicht sind nicht dasselbe. Übergewicht bedeutet, dass der Betroffene mehr als das für seine Größe und Alter ideale Körpergewicht auf die Waage bringt. Bei Fettleibigkeit liegt starkes Übergewicht mit einem krankhaft erhöhten Körperfettanteil vor. Als Maßstab dient der Body Mass Index (BMI). Er wird aus dem Körpergewicht geteilt durch die Körpergröße hoch zwei errechnet. Bei einem Körpergewicht von 80 Kilo und einer Größe von 1,85 Metern beträgt der BMI 80 : (1,85 x 1,85) = 23,37. Übergewicht beginnt bei einem BMI von 25, von Fettleibigkeit spricht man ab einem BMI von 30.

Fettleibigkeit ist kein Schönheitsproblem. Es handelt sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die den gesamten Körper belastet und mit einer Leistungsminderung, Atemnot und zahlreichen Folgeschäden unter anderem für die Leber einhergeht. Der Körper muss eine erhöhte Last tragen, was nicht zuletzt den Gelenken schadet. Die Fettpolster müssen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Zudem geben sie Botenstoffe ab, die wiederum den Stoffwechsel und viele andere Körperfunktionen negativ beeinflussen. Da mehr Gewebe durchblutet werden muss, steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem leiden Betroffene häufig unter Sodbrennen, Schlafapnoe, Krampfadern und natürlich ausgeprägten psychischen Beeinträchtigungen wie mangelndes Selbstbewusstsein, Angststörungen und Depressionen.

Wirkt man Fettleibigkeit nicht entgegen, können auch Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes mellitus, Fettleber und Fettgewebestörungen hinzu kommen. Für das Risiko einer Folgeerkrankung ist die Fettverteilung am Körper entscheidend, und hier im Speziellen der Bauchfettanteil. Das Auftreten von Herzkrankheiten, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes mellitus steigt bei einer Frau mit einem Bauchumfang von über 80 cm und bei Männern von über 94 cm. Liegt bei einer Frau ein Bauchumfang von über 88 cm und bei Männern von über 102 cm vor, steigt das Risiko erheblich.

Die Ursachen für Fettleibigkeit und Übergewicht liegen nicht nur in falscher Ernährung und Bewegungsmangel. Auch die Prägung des Essverhaltens in der Kindheit spielt eine Rolle. Zudem können genetische Veranlagung, verlangsamter Stoffwechsel und verschiedene Erkrankungen die Krankheit auslösen. Die genauen Mechanismen, wie es zu Fettleibigkeit kommt, sind noch immer nicht abschließend geklärt. Jedoch scheint sich das Krankheitsgeschehen im Laufe der Zeit zu verselbstständigen. Hat der Körper erst Fettpolster angelegt, verteidigt er sie umso stärker, je größer sie werden.

Behandlungsmethoden der unterschiedlichen Medizinrichtungen

Ziel jeder Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit ist die dauerhafte Gewichtsabnahme. Grundlage sind eine Ernährungsumstellung und ein angepasstes Bewegungs- und Verhaltensprogramm. Dabei gehen Schul- und Alternativmedizin unterschiedliche Wege.

Schulmedizin: Abnehmprogramme, Medikamente, Operation

Die Schulmedizin hat Programme entwickelt, die die Elemente Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung beinhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zum Abnehmen eine ausgewogene Mischkost unter Berücksichtigung der Kaloriendichte. Besonders Fette und Kohlenhydrate gilt es zu kontrollieren. Erfolg versprechen auch Formula-Diäten, bei denen Mahlzeiten durch spezielle Drinks ersetzt werden. Die Wirksamkeit ist durch Studien belegt, der Langzeiterfolg aber nicht. Inzwischen gibt es computerunterstützte Programme, die selbstständig durchgeführt werden können. Sie werden zum Teil von den Krankenkassen empfohlen und bezahlt. Erste Studien weisen darauf hin, dass Programme mit Online-Unterstützung tatsächlich bei der Gewichtsabnahme helfen können. Essensumstellung und Bewegung funktionieren meist gut im Rahmen einer Kur in einer Klinik, in der die Patienten rund um die Uhr betreut und angeleitet werden. Zurück in den eigenen vier Wänden und im Alltagsstress aus Beruf, Familie und Umwelt aber verfallen sie wieder in alte Muster und nehmen dann in der Regel schneller zu als sie abgenommen haben.

Wird keine ausreichende Gewichtsabnahme erzielt, kommen Medikamente zum Einsatz, die beispielsweise die Aufnahme von Fett in der Nahrung hemmen oder den Appetit zügeln. Alle Medikamente haben aber erhebliche Nebenwirkungen. So bekämpfen Appetitzügler nicht nur das Hungergefühl, sondern auch Durst und Schlafbedürfnis. Medikamente, die die Fettaufnahme verringern, können zu Durchfällen, Blähungen und sogar Gallensteinen führen. Studien haben gezeigt, dass vier von 100 Patienten die Behandlung mit diesen Medikamenten der unangenehmen Nebenwirkungen wegen vorzeitig abgebrochen haben. Das gilt auch für Radikaldiäten. Sie sind in der Regel mit Verzicht verbunden und gehen oft mit einem Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen einher.

Als letzten Ausweg zur Bekämpfung von Fettleibigkeit kennt die Schulmedizin die Operation. Sie kommt nur für Menschen mit erheblicher Fettleibigkeit und weiteren Erkrankungen wie Diabetes infrage. Als Verfahren stehen das Magenband, eine Magenverkleinerung und ein sogenannter Magenbypass zur Verfügung, das ist eine Magenverkleinerung in Verbindung mit einer Verkürzung der Verdauungswege. Doch auch eine Operation verlangt im Anschluss eine Umstellung der Ess- und Verhaltensgewohnheiten und ist, wie jeder chirurgische Eingriff, mit erheblichen Risiken verbunden.

Alternativmedizin: Ganzheitlicher Ansatz mit zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen

Die Alternativmedizin verfolgt auch bei Fettleibigkeit und Übergewicht einen ganzheitlichen Ansatz. So steht nicht nur das Übergewicht und seine körperlichen Beeinträchtigungen im Fokus, sondern die Gesamtsituation des Menschen in seiner Umwelt.

Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung kennt die Naturheilkunde eine Reihe unterstützender Maßnahmen. Dazu gehört die physikalische Therapie. Sie setzt einen Kältereiz ein, der spezielle Fettzellen im Körper dazu bringt, Wärme zu erzeugen und so Fett zu verbrennen. Auch Kneippen kann beim Abnehmen helfen. Wechselbäder und kalte Güsse regen die Durchblutung an und erhöhen dadurch den Kalorienverbrauch. Die Wirksamkeit von Akupunktur und Hypnose zur Gewichtsreduktion konnte ebenfalls in Studien nachgewiesen werden. Die Behandlung ist aber langwierig und bringt nur einen geringen Gewichtsverlust. Einen anderen Ansatz verfolgt die Phytotherapie. Sie verwendet Kräuter und Heilpflanzen zur Linderung körperlicher und seelischer Beschwerden. Phytotherapie kommt auch in der ayurvedischen Heilkunst und bei der Balneotherapie zum Einsatz, die therapeutisches Baden in den Mittelpunkt stellt.

Mit ausleitenden Verfahren sollen Giftstoffe ausgeschieden und die Zusammensetzung der Körpersäfte harmonisiert werden. Das indische Ayurveda kennt das Prinzip unter dem Begriff „Panchakarma“. Aderlass, Blutegel und Schröpfen sind die bekanntesten Methoden. Aber auch Abführen und Heilfasten zählen dazu. Beim Heilfasten greift der Körper auf alle verwertbaren Energielieferanten zu, auch auf die Abfallstoffe in den Zellen. Der Prozess wird Autophagie genannt und setzt nach einer Fastenzeit von 14 Stunden ein. Je länger die Fastenzeit, umso größer die „Abfallbeseitigung“. Dieses Prinzip macht sich auch das Intervallfasten zunutze.

Die traditionelle chinesische Medizin sieht die Ursache für ein falsches Essverhalten in einem Kommunikationsproblem des Körpers. Das Gespür für die benötigte Menge an Nahrung ist gestört. Die Therapie setzt deshalb auf die Wiederherstellung des natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühls und die Entschlackung des Gewebes.

Die anthroposophische Medizin stellt die Einheit von Körper, Geist und Seele in den Vordergrund. Anthroposophie bedeutet die „Weisheit vom Menschen“. Dabei werden alle menschlichen Ebenen miteinbezogen. Zum Einsatz kommen typische Verfahren wie rhythmische Massage, Bewegungstherapie, Biographiearbeit oder Kunsttherapie. Außerdem stehen pflanzliche, tierische, mineralische und metallische Präparate zur Verfügung, die spirituelle Kräfte entfalten sollen.

Die Einheit von Körper und Geist steht auch im Mittelpunkt des ÁYIO-Q Zentrums für Vitalität. Das Expertenteam hat auf der Grundlage des über 2.000 Jahre alten Wissens medizinischer Lehrer wie Hippokrates und Aristoteles spezielle Programme entwickelt, die zur Wiederherstellung von Lebensenergie und Selbstheilungskräften beitragen können. Dazu wurde eigens ein Test erstellt, der anhand einfacher Fragen den aktuellen physischen und psychischen Gesundheitszustand erfasst und im Ergebnis wertvolle Hinweise darauf gibt, wie Lebensenergie und Selbstheilungskräfte gestärkt werden können. Die Erfolge sprechen für sich. 94 Prozent der Teilnehmer bewerten ÁYIO-Q positiv und 78 Prozent empfehlen die Programme weiter.

Gesundheitsexperten – Symptome – Therapien – Heilkräuter – ÁYIO-Q Wasserkur – ÁYIO-Q Atemtherapie


Quellen:

[1] Weltgesundheitsorganisation: Volkskrankheit Adipositas

[2] Body Mass Index: BMI-Rechner und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

[3] Krankheit Adipositas: IFB Adipositas Erkrankungen und Deutsche Adipositas Gesellschaft

[4] Stiftung Gesundheitswissen: Ursachen für Adipositas

[5] Abnehmprogramme: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. und Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

[6] Medikamente: Gesundheitsinformation

[7] Operation: Gesundheitsinformation

[8] Appetitzügler: Ärztezeitung

[9] Studie zur Phytotherapie: Naturmed Depesche

[10] Akupunktur und Hypnose: Informationen zur Gesundheit

[11] Kältereiz: Fit for Fun

[12] Ausleitende Verfahren: Naturheilkunde

[13] Chinesische Medizin: Gesundheitswissenschaften

[14] Anthroposophische Medizin: Phytodoc

veröffentlich am:
3. Juni 2021

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