Demenz und Alzheimer – welchen Einfluss hat der menschliche Geist?

Aktualisiert am 29. September 2021 von Dr. Jochen G. Opitz

Neben Depressionen gehört die Demenz zu den häufigsten Erkrankungen der Psyche im fortgeschrittenen Alter. Da bei älteren Menschen oft noch Angst hinzukommt, ist die richtige Diagnose für den Hausarzt nicht leicht zu stellen. Zudem fällt es den meisten Senioren schwer, über ihre seelischen Probleme offen zu sprechen. So macht sich ein Nachlassen der geistigen Fähigkeiten in vielen Fällen erst dann bemerkbar, wenn sich bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ 2 verschlechtern und ein Facharzt aufgesucht wird.1

In dem letzten Teil der Reihe über Demenz und Alzheimer beschäftigen wir uns mit der Frage, ob Betroffene durch ihre Psyche den Verlauf der Krankheit beeinflussen können. Lassen sich mit der Kraft des Geistes das Gedächtnis und andere kognitive Leistungen verbessern?

Alzheimerkrankheit: neue Erkenntnisse aus der Placeboforschung

Bei vielen chronischen Erkrankungen wirkt sich der Placeboeffekt positiv auf die Symptome aus. Ein bekanntes Beispiel ist die Schüttellähmung Morbus Parkinson, bei der es – wie bei der Demenz – zu einem Untergang von Nervenzellen kommt. Nur durch den Glauben an eine Heilung kann sich die Dopaminausschüttung im Gehirn der Patienten verändern und die Beschwerden nehmen ab. Das Hormon Dopamin spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Parkinsonkrankheit.2

Im Jahr 2006 untersuchte der italienische Neurowissenschaftler Professor Dr. Fabrizio Benedetti mit seinem Team die Auswirkungen des Placeboeffekts auf Personen mit Alzheimer. Da sich wegen der ausgeprägten Placeboeffekte die Schmerzforschung besonders gut für Studien eignet, punktierte die Gruppe um Professor Benedetti bei den Probanden eine Armvene mit einer Spritze. Dabei entsteht normalerweise ein leichter Schmerz, der sich problemlos aushalten lässt.

Zuvor trugen die Wissenschaftler ein Lokalanästhetikum (örtliches Betäubungsmittel) auf die betroffenen Hautstellen auf. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt die Information, dass die Salbe dazu dient, Schmerzen zu lindern. In der zweiten Gruppe wurde das Betäubungsmittel unauffällig verabreicht, ohne über dessen Wirkung aufzuklären. Aufgrund des Placeboeffekts sollte das Lokalanästhetikum bei den Probanden der ersten Gruppe wesentlich besser wirken.

In der vorliegenden Studie konnten die Wissenschaftler jedoch keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen. Somit sind Menschen mit Alzheimer offenbar nicht in der Lage, Placeboeffekte auszulösen.3

Warum kommt es bei Alzheimer-Patienten zu keinem Placeboeffekt?

Um dieses überraschende Ergebnis zu erklären, gehen wir kurz auf die Ursache des Placeboeffekts ein. Die Forschungsarbeiten von Professor Benedetti und seinen Kollegen zeigen, dass der Glaube (Konditionierung) und die Erwartung einer Person Placeboeffekte nach sich ziehen können. Einfach ausgedrückt wirkt unser Geist (Psyche, Unterbewusstsein) auf bestimmte Bereiche im Gehirn ein, die ihrerseits Reaktionen auf der körperlichen Ebene auslösen.

Zumeist handelt es sich dabei um Beeinflussungen des Stoffwechsels, der Hormone oder Botenstoffe (Neurotransmitter). Die für den Placeboeffekt verantwortlichen Hirnbereiche befinden sich im präfrontalen Cortex der Großhirnrinde. Dort sitzen Vernunft, Sozialverhalten und Kurzzeitgedächtnis.4

Genau in diesen Arealen des präfrontalen Cortex werden bei Demenz- und Alzheimer-Patienten mit der Zeit immer mehr Nervenzellen zerstört. Zu Beginn lassen sich noch Placeboeffekte auslösen. Mit fortschreitender Krankheitsdauer nimmt gemeinsam mit den kognitiven Fähigkeiten auch die Macht des Geistes über den Körper ab.5

Was Menschen bei Demenz tun können

Wichtig ist, sich frühzeitig der eigenen geistigen Kräfte bewusst zu werden. In seinen Beträgen mit dem Titel Rewired zeigt der Neurowissenschaftler Dr. Joe Dispenza, wie man durch eine Änderung seiner Gedanken und Einstellungen neue Nervenverbindungen im Gehirn knüpfen kann.

Erfahrungen mit Schlaganfall-Patienten zeigen, dass unser Hirn über starke Selbstheilungskräfte verfügt. Unter bestimmten Bedingungen entstehen neue Nervenzellstrukturen, die in der Lage sind, wesentliche Funktionen der geschädigten Bereiche zu übernehmen.6

Wer Verantwortung trägt, seine negativen Emotionen in positive Gefühle transformiert und der Macht des Geistes vertraut, hat die Möglichkeit, den Verlauf von Krankheiten positiv zu beeinflussen. Je weiter eine Demenz fortschreitet, umso geringer ist jedoch die Chance auf einen Erfolg.

Unterstützung bietet das ÁYIO-Q Zentrum der Vitalität aus Burgas am Schwarzen Meer an. Die individuell abgestimmte ÁYIO-Q Wasserkur und ÁYIO-Q Atemtherapie können dazu beitragen, die Lebensenergie anzuheben und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken. In einer repräsentativen Umfrage gaben die meisten Befragten an, mit den Gesundheitsprogrammen von ÁYIO-Q zufrieden zu sein.

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Weiterführende Artikel zu Morbus Alzheimer und Demenz

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Quellen:

[1] Alter: Psychische Erkrankungen, auf https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

[2] Placebo und Nocebo – wie unser Geist die Selbstheilungskräfte beeinflusst, auf https://www.ayio-q.com/

[3] Benedetti F et al. Loss of expectation-related mechanisms in Alzheimer’s disease makes analgesic therapies less effective. Pain. 2006 Mar;121(1-2):133-44.

[4] Körper & Geist – Präfrontaler Cortex – Der Regisseur im Gehirn, auf https://www.srf.ch

[5] Benedetti F et al. How Placebos Change the Patient’s Brain. Neuropsychopharmacology. 2011 Jan;36(1):339-54.

[6] Selbstheilung aktivieren, auf https://alzheimer.ch

veröffentlich am:
8. Juli 2021

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