Angststörungen – Die Natur der Angst im Überblick

Aktualisiert am 17. Juli 2021 von ÁYIO-Q Redaktion

Angst ist genau wie Freude, Überraschung oder Traurigkeit ein Grundgefühl des Menschen. Angst ist zudem überlebensnotwendig. Sie sorgt dafür, dass man vorsichtig und achtsam auf Risiken reagiert. Bei Angst aktiviert der Körper Ressourcen, die einen zur Flucht oder zum Kampf vor Risikofaktoren veranlassen. Angst ist auch oft mit körperlichen Beschwerden verbunden – so z. B. mit:

Herzrasen, erhöhtem Puls, Unsicherheit, Schweißausbrüchen, Mundtrockenheit, Atemnot, Herzklopfen, Zittern, Schwindel oder Nervosität.

Ist die Angst akut, kann es außerdem zu:

Schmerzen in der Brust, Übelkeit, erhöhter Herzfrequenz, Durchfall, Atembeschwerden, Beklemmungen und Bewusstseinsstörungen

kommen. Man hat das Gefühl, nicht mehr richtig Herr der Lage zu sein. Leidet man akut unter Panikattacken, münden diese oft in Todesangst. Bei unspezifischen Ängsten können hingegen alle möglichen Schmerzen auftreten.1

Viele verschiedene Angststörungen sind mittlerweile wissenschaftlich untersucht worden, wie:

  1. Panikstörung
    Diese Erkrankung tritt ganz plötzlich auf. Betroffene fühlen extreme Ängste, leiden an Panikattacken, welche aber nach wenigen Augenblicken wieder verschwinden.
  2. Agoraphobie (oder Platzangst)
    Betroffene haben massive Angst, das Haus zu verlassen, sich auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten, Kaufhäuser zu betreten, in Menschenmengen oder engen geschlossenen Räumen zu sein.
  3. Generalisierte Angststörungen
    Bei diesem Leiden sind körperliche Indikatoren besonders charakteristisch. Patienten klagen u. a. über:
    Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Muskelverspannungen im Rücken, Schwitzen, Ruhelosigkeit, Zittern, „Kloßgefühl” im Hals, kalte und feuchte Hände, Herzrasen oder Schwindel
  4. Sozialphobie
    Dies ist die Angst, von anderen Menschen (Freunde, Angehörige oder Geschäftskollegen) als merkwürdig, peinlich oder lächerlich empfunden zu werden.
  5. Spezifische Phobie
    Diese betrifft konkrete Ängste – z. B. vor Spinnen oder Spritzen. Auch Flug- und Höhenangst fallen in diese Kategorie.2

Wenn das Leiden an einer Angststörung nicht behandelt wird, kann daraus eine Erwartungsangst entstehen, also die „Angst vor der Angst“. Alle potentiellen Auslöser dafür werden dann als Risikofaktoren eingestuft und konsequent gemieden. Betroffene ziehen sich immer mehr aus dem Leben zurück. Zu ihren Ängsten und physischen Krankheitsmerkmalen kommen im Verlauf noch fehlendes Selbstvertrauen und das permanente Gefühl des Ausgeliefertseins hinzu.3

Das Gefühl von Angst

Jeder kennt Angstgefühle in Form von Unbehagen, Unrast oder Sorge. Gefühle dieser Art können im Extremfall Panik und Entsetzen auslösen. Angst als Grundgefühl verursacht innere Spannungen, die bis zur Handlungsunfähigkeit führen können. Man fühlt entweder totale Erstarrung oder neigt zu extremer Schnelligkeit in Bezug auf physische oder geistige Abläufe. Angstgefühle äußern sich in Scham, Vorbehalten, Hemmung, Unsicherheit, Skepsis oder Zurückhaltung und können das Leben von Betroffenen sehr einschränken.4

Studie belegt: Fühlen ist gesund

Laut einer neuen Studie gilt es als erwiesen, dass Menschen, die über ein breites Spektrum an positiven Gefühlen verfügen, nur selten eine Entzündung im Blut aufweisen. Mit diesem Wissen kann man Krankheiten vorbeugen und das allgemeine Wohlbefinden fördern. So halten Glücksgefühle und Zufriedenheit sowie weitere positive Gefühle den Menschen gesund. Während der besagten Studie wurden 175 Erwachsene gebeten, über vier Wochen täglich ihre Gefühle aufzuschreiben. Die Probanden sollten notieren, wie intensiv sie ihre jeweiligen Gefühle erlebten. Dabei mussten sie auf eine Liste mit 32 Gefühlen Bezug nehmen. Die Liste enthielt 16 positive und 16 negative Gefühle. Sechs Monate später wurden Bluttests durchgeführt, um die Werte einer Entzündung der Probanden zu bestimmen. Ergebnis: Jene, die täglich sehr viele positive Gefühle wahrgenommen hatten, wiesen nur sehr geringe Entzündungen auf – ganz im Gegensatz zu jenen, die eine weniger umfangreiche Bandbreite an Gefühlen definiert hatten. Studienleiter Anthony Ong geht davon aus, dass der Schlüssel für die Optimierung der Gesundheit darin liegt, dass Menschen ihre Gefühle detaillierter erleben. Er rät dazu, Emotionen insgesamt mehr Aufmerksamkeit zu schenken.5

Umgang mit negativen Gefühlen

Wendet man sich zu sehr dem Negativen zu, wird man schnell Opfer seiner Gefühlswelt. Man fühlt sich hilflos und von der Wucht der eigenen Emotionen restlos überfordert. Wenn man sich mit seiner Trauer, Verzweiflung, Wut oder Sorge zu stark identifiziert, können diese Gefühle sogar Teil des eigenen Selbstbildes werden. Sogenannte selbsterfüllende Prophezeiungen sind die Folge. Denn unterbewusst erzeugt man weiterhin diese negativen Gefühle. Und diese führen wiederum zu Ängsten. Von daher ist es sinnvoll, den Fokus immer wieder auf das Positive zu richten. So verliert das Negative seine Dominanz und gleichzeitig rückt die Überwindung von Ängsten in den Bereich des Möglichen.6

Was man selbst tun kann

Um seine Ängste zu lindern, hilft vor allem eins: sich den Situationen, die Angst auslösen, zu stellen. Falls man z. B. Angst vorm Fliegen hat, sollte man trotzdem in ein Flugzeug steigen. Zudem sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen, dass Angstsymptome wie Schweißausbrüche, Atemnot oder Schwindel nicht zu einer Ohnmacht oder gar einem Herzinfarkt führen. Soziale Ängste bekommt man dadurch in den Griff, dass man sich auf kommunikative Situationen einlässt. Das können z. B. folgende Übungen sein: direkter Blickkontakt, Telefonate, Reden halten, fremden Menschen Fragen stellen oder sie um Hilfe bitten. Es ist natürlich nicht leicht, sich mit seinen Ängsten, die einen häufig schon seit Jahren begleiten, auseinanderzusetzen. Optimalerweise geht man schrittweise vor. So lassen sich Ängste am besten abbauen. Schon kleine Erfolgserlebnisse können viel bewirken. Ein Termin beim Arzt kann der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Er wird möglicherweise zu einer Psychotherapie raten. Diese braucht dann allerdings entsprechend viel Zeit, denn eine Angst-Störung ist bekanntlich kein Schnupfen. Mit entsprechender Hilfestellung können Krisen besser bewältigt werden. Hier kann auch die Unterstützung von Nahestehenden (Freunde, Angehörige, Geschäftskollegen) eine große Hilfe sein. Zudem gibt es Selbsthilfegruppen speziell für Angstpatienten. Denn oftmals kann der Erfahrungsaustausch mit ebenfalls betroffenen Menschen auch sehr konstruktiv sein.7

Nützliche Tipps und Anregungen zur Bewältigung von Ängsten und zur Unterstützung von Therapien bietet übrigens auch das Online-Portal ÁYIO-Q. Dort besteht die Möglichkeit, Fragen zu klären und einen Test bezüglich der eigenen Lebensenergie zu machen. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Angebot an Kursen und Programmen.

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Quellen:

[1] NetDoktor: Angst, auf https://www.netdoktor.de
[2] Patienten-Information.de: Angst – normales Gefühl oder doch eine seelische Störung?, auf https://www.patienten-information.de
[3] Neurologen und Psychiater im Netz: Was sind Angsterkrankungen bzw. Angststörungen?, auf https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
[4] Philognosie – Wissen gestaltet die Welt: Was sind Gefühle? Die fünf Grundgefühle …, auf https://www.philognosie.net
[5] Kurier.at: Studie: Viel zu fühlen ist gesund, auf https://kurier.at
[6] Mobil-e: Von Angst bis Wut: Negativen Gefühlen einen Sinn geben, auf https://mobil-krankenkasse.de
[7] Patienten-Information.de: Angst – normales Gefühl oder doch eine seelische Störung?, auf https://www.patienten-information.de

veröffentlich am:
8. Juli 2021

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