Depressionen

Deppressionen, Stimmungstief, Verzweiflung

Aktualisiert am 25. Oktober 2021 von AMA

Symptome, Uraschen und Behandlung

Depressionen liegen wie Schatten auf der Seele und tauchen das Leben in tristes Grau. Weit mehr als ein vorübergehendes Stimmungstief beeinträchtigen sie den Alltag und ziehen neben dem Denken und Fühlen auch das körperliche Befinden in Mitleidenschaft. Antriebslosigkeit und Schwermut, aber auch Konzentrationsmangel, Schlaflosigkeit und chronische Schmerzen gehören zu den vielfältigen Beschwerden, die auf eine Depression hindeuten und die Lebensqualität deutlich einschränken können.

Frühzeitig Hilfe zu suchen und die Symptome medizinisch abklären zu lassen ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Krankheitsbewältigung. Dabei berücksichtigt eine wirksame Behandlung stets die individuelle Situation. Medikamente und psychotherapeutische Betreuung, Methoden zur Stressbewältigung und eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, aber auch die unterstützende Begleitung durch Verfahren auf Naturbasis wie das ÁYIO-Q Gesundheitsprogramm Health-Care können dazu beitragen, Depressionen zu bewältigen und die Lebensfreude zurückzugewinnen.

In der modernen Welt eine der häufigsten Erkrankungen

Rund um den Globus leben ungefähr 350 Millionen Menschen mit einer Depression , wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Das seelische Leiden wird im Jahr 2030 die Gesundheit der Weltbevölkerung voraussichtlich stärker bedrohen als Herz- und Kreislauferkrankungen.

In Deutschland geht die Statistik von ungefähr 6,2 Millionen Krankheitsfällen innerhalb eines Jahres aus. Die genaue Zahl ist schwer zu beziffern, weil Betroffene oft keinen fachlichen Rat einholen, sondern versuchen, allein mit ihren Beschwerden fertigzuwerden. Außerdem versteckt sich die Erkrankung häufig hinter diffusen Symptomen und erschwert dadurch die genaue Diagnose. Gerade weil Depressionen viele Gesichter haben, ist es besonders wichtig, achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen und bei verdächtigen Beschwerden frühzeitig kompetenten Rat zu suchen.

Symptome einer Depression

Obwohl die Erscheinungsform einer Depression so individuell ist wie der Hintergrund ihrer Entstehung, weisen doch verschiedene Anzeichen deutlich auf die Erkrankung hin. Mindestens zwei der drei Leitsymptome sind dabei immer am Krankheitsverlauf beteiligt .

  • Menschen, die an einer Depression leiden, klagen häufig über eine gedrückte Stimmung. Sie fühlen sich niedergeschlagen oder verspüren eine innere Leere.
  • Betroffene erleben einen freudlosen Alltag und verlieren das Interesse an dem, was früher für ihr Leben wichtig war. Beruf und Hobbys, Aktivitäten mit der Familie und mit Freunden machen keinen Spaß mehr.
  • Depressionen können zu einem Antriebsmangel führen. Schon für alltägliche Aktivitäten fehlt die Motivation und selbst kleine Erledigungen wirken schnell ermüdend. Was sich in der Seele abspielt, drückt sich dabei oft auch in der Mimik und Körperhaltung aus: Kraftlose Bewegungen und ein versteinerter Ausdruck geben schon auf den ersten Blick einen Hinweis auf die Gemütsverfassung.

Neben den Hauptsymptomen können zahlreiche weitere Krankheitszeichen auf eine Depression hindeuten, dazu gehören

  • Konzentrationsmangel, verminderte Aufmerksamkeit und daraus folgend ein schlechtes Gedächtnis,
  • ein schwaches Selbstwertgefühl und mangelndes Selbstvertrauen,
  • Schuldgefühle und das Gefühl, die Zuneigung und Sorge anderer Menschen gar nicht zu verdienen,
  • der Eindruck von Ausweglosigkeit und Gefangensein in der Situation, sowie damit einhergehend die Unfähigkeit positiv in die Zukunft zu blicken,
  • Suizidgedanken und -handlungen,
  • Ein- und Durchschlafstörungen,
  • Appetitlosigkeit.

Zum Stimmungstief gesellen sich während einer Depression häufig auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen oder auch Magen- und Darmprobleme. Oft sind es diese Symptome und nicht das seelische Leiden, die Betroffene veranlassen, den Arzt aufzusuchen.

Unterschiedliche Formen der Depression

Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Traurigkeit, Schlafstörungen oder verstärkte Müdigkeit treten im Leben der meisten Menschen hin und wieder auf, ohne auf eine ernste seelische Erkrankung hinzudeuten. Gemäß der wissenschaftlichen Definition liegt eine Depression erst dann vor, wenn Betroffene unter mindestens zwei der Haupt- sowie zwei der Nebensymptome leiden und die Beschwerden seit mehr als zwei Wochen anhalten.

Je nach Krankheitsverlauf lassen sich unterschiedliche Formen der Depression unterscheiden.

  • Depressionen verlaufen gewöhnlich in Phasen. Die Hälfte der Betroffenen durchlebt im Laufe der Zeit mehr als eine der sogenannten depressiven Episoden. Die Zeiten zwischen den Episoden können dabei unterschiedlich lang sein.
  • Bestehen die Beschwerden mehr als zwei Jahre lang fort, handelt es sich um eine chronische Depression.
  • Wenn eine seelische Verstimmung schon mindestens zwei Jahre andauert, das Leben aber deutlich weniger einschränkt als eine Depression, spricht man von einer Dysthymie. Während einer Dysthymie kann es zusätzlich zu einer depressiven Episode kommen (Doppeldepression).

Etwa 20 Prozent der Patienten mit einer Depression leiden unter einer bipolaren Störung. Dabei wechseln sich antriebsarme Episoden mit Phasen übertrieben gehobener Stimmung ab.

Ursachen für die Entstehung einer Depression

Der Grund für die Entstehung einer Depression ist stets individuell und lässt sich nicht immer eindeutig bestimmen. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung steigt jedoch durch bestimmte Einflüsse wie

  • vorausgegangene depressive Episoden oder Suizidversuche,
  • Depressionen oder manisch-depressive Störungen in der Familiengeschichte,
  • ernste körperliche Erkrankungen wie Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems oder ein Krebsleiden,
  • Alkohol- oder Drogenabhängigkeit,
  • Schicksalsschläge, Beziehungskrisen, Überlastung, Arbeitslosigkeit,
  • soziale Isolation und Vereinsamung.

Meist gehen depressive Episoden nicht auf ein einzelnes auslösendes Ereignis zurück. In der Regel kommen mehrere begünstigende Faktoren zusammen, die ein seelisches Leiden verursachen.

Therapie bei Depressionen

Depressionen sind eine ernste Erkrankung, die den denkenden, fühlenden und in seinem sozialen Umfeld handelnden Menschen insgesamt erfassen. Entsprechend erfordert das seelische Leiden eine ganzheitliche Therapie, die Körper und Geist gleichermaßen einschließt. Zu den Maßnahmen, die eine Depression umfassend bekämpfen, gehören

  • Psycho- und Worttherapie,
  • spezielle Arzneimittel,
  • licht-, wach-, bewegungs- und ergotherapeutische Behandlungen sowie künstlerische Therapien.

Die Behandlung zielt in der Akutphase darauf, die Symptome der Depression zurückzudrängen und die normale Belastbarkeit im sozialen Alltag wiederherzustellen. Während der anschließenden Erhaltungstherapie kommt es zusätzlich darauf an, das Risiko eines Rückfalls langfristig zu senken.

Um den Behandlungserfolg zu sichern und das seelische Gleichgewicht auf Dauer zu halten, kann es sinnvoll sein, die Lebensgewohnheiten grundsätzlich zu überdenken. Mehr Bewegung, eine gesunde Ernährung und bessere Strategien zur Stressbewältigung bilden dabei die Grundlage für körperliches Wohlbefinden und eine stabile seelische Verfassung. Naturbasierte Verfahren wie das ÁYIO-Q Gesundheitsprogramm House-Energy, das neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem bewährten Vitalitätswissen der Antike verbindet, können die Lebensenergie zusätzlich stärken und die Selbstheilungskräfte auf natürliche Weise fördern.


Quellen:

  1. Bundesministerium für Bildung und Forschung, Depression: Schatten auf der Seele, auf https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de
  2. Patientenleitlinie: Unipolare Depression, Ein Service des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung, auf https://www.patienten-information.de
  3. Deutsche Depressionshilfe, Diagnose der Depression, auf https://www.deutsche-depressionshilfe.de
  4. Neurologen und Psychiater im Netz, Was ist eine Depression, auf https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
veröffentlich am:
10. April 2021

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