Adipositas (Fettleibigkeit) – Die Psyche ist von weitreichender Bedeutung

Aktualisiert am 17. Juli 2021 von ÁYIO-Q Redaktion

Übergewicht und Fettleibigkeit sind, so die gängige Meinung, ein Problem von zu viel falscher Nahrung und zu wenig Bewegung. Nicht selten wird Übergewichtigen mangelnde Willenskraft und Charakterschwäche vorgeworfen. Das wiederum hat zur Folge, dass sich adipöse Menschen schwach vorkommen. Sie fühlen sich ausgegrenzt und nichts wert. Der ohnehin schwierige Alltag wird durch negative Gedanken zusätzlich belastet. Und so greifen sie erneut zum Essen.

Der Alltag des modernen Menschen ist geprägt von Zeitdruck, Leistungsstreben und Reizüberflutung. Das führt rasch zu Überforderung und damit verbunden zu negativen Gefühlen wie Versagensängsten. Hinzu kommen häufig Einsamkeit, Trauer und Wut. Es gibt viele Gründe, sich das vermeintlich bittere Schicksal mit gutem Essen und Trinken zu versüßen. Studien haben gezeigt, dass Essen sogar einen erheblichen Einfluss auf die Gefühlslage hat. Essen greift tief in unsere Psyche ein, es wirkt wie eine Droge und steuert unsere Gefühle. Jede Mahlzeit hat nicht nur Einfluss auf das rein körperliche Geschehen, sondern bestimmt auch, was und wie wir uns fühlen. Und das ist zugleich auch das Problem: So fühlen sich Menschen, die auf ihre Ernährung achten, nach dem Genuss von ungesundem Essen schlecht, während sich Stressesser nach dem Konsum von Süßigkeiten besser fühlen. Das fand ein Forscherteam der Universitäten Gießen und Marburg heraus.

Manche Gefühle in Verbindung mit Nahrung verschwinden rasch wieder, andere prägen sich ins Gedächtnis ein und werden zur Gewohnheit. So ruft das Lieblingsgericht die Erinnerung an die Geborgenheit und Zuneigung der Kindheit zurück und schon fühlt man sich gut. Manche Forscher glauben inzwischen, dass gutes, gesundes Essen ein ganz neues Lebensgefühl vermitteln kann. Und damit ist die Sucht nicht mehr fern, das Verlangen sich besser, sich gut zu fühlen. Alltäglicher Stress, psychische Belastungen und Konflikte werden mit Essen betäubt. Das führt im Laufe der Zeit zu Übergewicht und den damit verbundenen körperlichen und psychischen Problemen, die wiederum zum Essen verleiten.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, reichen eine Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung nicht aus. Betroffene müssen lernen, sich mit ihren psychischen Belastungen und negativen Gefühlen auseinanderzusetzen. Sie müssen die Verantwortung für sich selbst wieder übernehmen und durch eine Änderung der Einstellung zu ihrer Heilung beitragen.

Eine positive Lebenseinstellung reduziert Stress und wirkt sich nicht zuletzt auch auf die Gesundheit aus. Es stärkt das Immunsystem und beugt damit Krankheiten vor. Das wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Selbst bei schweren Krankheiten verbessert eine positive Grundeinstellung die persönliche Lebensqualität. Laut einer Studie der University School of Medicine in Boston ist sogar die Lebenserwartung von Menschen mit einer optimistischen Grundeinstellung höher. In der Regel leben Menschen mit einer positiven Einstellung ohnehin gesünder. Sie essen gesund, rauchen und trinken nicht und sind sportlich aktiv. Doch auch Positiv-Denker mit einer eher mittelmäßig gesunden Lebensführung werden der Studie nach mit einem längeren Leben belohnt. Den Grund dafür fanden die Forscher in der größeren Widerstandsfähigkeit, die positives Denken mit sich bringt. Demnach können positiv denkende Menschen Stress besser bewältigen und sich von Schwierigkeiten rascher erholen.

Immer wieder wird von Menschen berichtet, die sich nur durch positives Denken von schweren Erkrankungen geheilt haben. Sie haben mit einer Änderung der Lebenseinstellung ihre Selbstheilungskräfte gestärkt und die Krankheit überwunden. Die Mechanismen, wie positive Gedanken auf die Abwehr von Krankheiten einwirken, sind nicht ansatzweise erforscht. Laut einer Untersuchung des Israelischen Instituts für Technologie in Haifa schüttet das Gehirn bei positivem Denken größere Mengen des Glückshormons Dopamin aus. Dieses Hormon aktiviert das Immunsystem, mehr Fresszellen werden losgeschickt, die Krankheitserreger bekämpfen, die Zahl der Antikörper im Blut wird erhöht.

Jeder Mensch kann also seine Selbstheilungskräfte durch eine positive Lebenseinstellung aktivieren und damit wesentlich zur Bekämpfung von Krankheiten beitragen.

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Quellen:

[1] Geo Magazin: Essen steuert unsere Gefühle

[2] Deutsche Gesellschaft für Psychologie: Studie zu Stressessern

[3] Wiley Online Library: Studien zu positivem Denken

[4] Boston University School of Medicine: Studie zur Lebenserwartung

[5] Zentrum für Gesundheit: Selbstheilung durch positives Denken

[6] Nature Medicine: Israelische Studie

veröffentlich am:
5. Juni 2021

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