Angststörungen – Wie die Schulmedizin Angstzustände behandelt

Aktualisiert am 17. Juli 2021 von ÁYIO-Q Redaktion

Da viele Angstpatienten vor allem körperliche Symptome haben, führt ihr Weg oft erst zum Hausarzt. Sie leiden vornehmlich an Schlafproblemen, Erschöpfung, Schmerzen, Herzbeschwerden und Schwindel. Dass der Auslöser dafür eine Angststörung sein könnte, scheint zunächst abwegig. Doch auch wenn diese offensichtlich ist, ist es ratsam, dies präventiv medizinisch abklären zu lassen. Denn bestimmte organische Erkrankungen wie z. B. ein Herzleiden oder eine Schilddrüsenüberfunktion können auch der Auslöser für eine Angststörung sein und massive Risiken in sich bergen. Eine eingehende ärztliche Untersuchung kann jedoch schnell klären, inwieweit das Angstproblem medizinische Gründe hat bzw. inwieweit sich diese ausschließen lassen. Z. B. werden präventiv die Antikörper im Blut ermittelt.

Ist die Bestimmung der Antikörper im Blut in Ordnung und gibt es keine bestimmten Anzeichen für eine physische Erkrankung, wird der Arzt nun den Verdacht äußern, dass es sich bei den Beschwerden um eine Angstproblematik handeln könnte. In einem ausführlichen Gespräch versucht er herauszufinden, ob er mit seiner Vermutung richtig liegt. Möglicherweise handelt es sich tatsächlich um eine bislang unbemerkte Angststörung. Diese zu erkennen, ist für den Patienten äußerst wichtig, da ihn sonst ein Ärztemarathon erwartet, bei dem die eigentliche Ursache für seine Symptomatik nicht gefunden wird. Stattdessen wird im weiteren Verlauf immer wieder die gleiche Untersuchung ohne Befund durchgeführt. Ein Hausarzt, der eine entsprechende Zusatzausbildung absolviert hat, kann nach bestätigter Diagnose die Therapie der bestimmten Angsterkrankung selbst übernehmen. Alternativ überweist er den Erkrankten an Experten wie einen Neurologen, Psychiater oder Psychotherapeuten.1

Therapieansätze

Die Schulmedizin schlägt im Regelfall eine Verhaltenstherapie vor, die durch Medikamente unterstützt wird. Über den Erfolg der Therapie entscheiden vor allem zwei Faktoren: die Kooperation und Motivation des Patienten. Während der Therapie muss er sich mittels Übungen Situationen stellen, die seine Ängste auslösen, und lernen, sie zu erkennen und zu unterscheiden. Ängste zu meiden, ist grundsätzlich keine Option. Die Konfrontation mit den eigenen Ängsten ist ein wesentlicher Bestandteil der Verhaltenstherapie und zählt zu den optimalsten Behandlungsmöglichkeiten.

Medikation

Bei der zusätzlichen Therapie mit Medikamenten kommen u. a. Antidepressiva zum Einsatz. Bei generalisierten Ängsten wird der betroffenen Person meist ein Präparat bzw. Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Pregabalin verschrieben. Dieser Wirkstoff stammt aus der Gruppe der Antiepileptika und weist zahlreiche Nebenwirkungen auf. Sonstige Medikamente gegen Ängste sind: Trizyklische Antidepressiva, Moclobemid, Opipramol, Buspiron und Benzodiazepine. Speziell bei Letzterem kann eine Abhängigkeit entstehen.2

Ängste lassen sich auch homöopathisch behandeln

Angstzustände und Panikattacken können auch von alternativmedizinischen Therapien begleitet werden. Auch Hausmittel können hier in Frage kommen. Neben der Psychotherapie und schuldmedizinischen Therapieansätzen haben sich diese als überaus hilfreich erwiesen. Durch verschiedenste homöopathische Mittel können Faktoren wie innere Anspannung oder Beklemmungen gelindert werden.

Bei milden Anzeichen von Angst können die folgenden homöopathischen Präparate verabreicht werden. Sie sind frei von Nebenwirkungen und haben eine harmonisierende und beruhigende Wirkung:

Aconitum napellus: Dieses Mittel hilft bei scheinbar unbegründeten Panikattacken, die mit stark ausgeprägten Angstzuständen, hohem Blutdruck und Herzrasen auftreten.

Argentum nitricum: Dieses Arzneimittel wirkt sehr gut bei Angst vor bevorstehenden Ereignissen wie z. B. bei Prüfungsangst. Argentum nitricum drosselt das Gedankenkarussell im Kopf und lindert die Sorge zu versagen.

Arsenicum album: Bei Angst im Dunkeln und vor Verfolgung, die sich im Extremfall bis zur Todesangst steigert, kann dieses Mittel sehr wirksam sein.

Cimicifuga racemosa: Bei Ängsten aufgrund hormoneller Beschwerden, z. B. vor der Periode oder während der Wechseljahre, kommt dieses Präparat zum Einsatz.

Cypripedium pubescens: ist besonders hilfreich bei innerer Unruhe, Schlafproblemen und der Entstehung mentaler Überbelastung.

Gelsemium sempervirens: wirkt gegen Beklemmung, Aufregung, Ängstlichkeit und Sorgen, die durch einen Schock verursacht wurden. Darüber hinaus lässt sich mit Gelsemium sempervirens innere Unruhe bei Lampenfieber behandeln.

Ignatia: empfiehlt sich bei emotionaler Unausgeglichenheit und Stimmungsschwankungen.
Ebenso hilft diese Arznei bei dem Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben.

Pulsatilla: Plötzlich aufkommende Zukunftsängste können hiermit gelindert werden. Auch unerträgliche Einsamkeitsgefühle, z. B. in Trennungssituationen, lassen sich mit Pulsatilla verringern.

Phosphorus: hilft betroffenen Menschen bei Angstzuständen und allgemeiner Unruhe, die durch die Unfähigkeit, ruhig zu sitzen, verursacht wurden.

Silicea: Dieses Arzneimittel senkt die Angst vor neuen Aufgaben und vor Misserfolgen. Auch wenn Betroffene sich nichts zutrauen und deshalb manche Situationen meiden, kann Silicea sehr hilfreich sein.

Natürliche Arzneien gegen Phobien

Phobien sind eine Art Sonderform der Angst. Hierbei reagiert man auf eine ganz konkrete Ursache. Diese kann alles Mögliche sein – z. B. eine bestimmte Situation oder ein Tier. Folgende Arzneimittel kurbeln durch ihre Wirkstoffe die Selbstheilungskräfte des Körpers bei Phobien an:

Argentum nitricum: Mit diesem Präparat wird Höhenangst behandelt, aber auch Flug- oder Platzangst.

Lachesis: Diese Arznei wird vorbeugend bei Angst vor Enge, z. B. in großen Menschenmengen, verabreicht. Typisch bei dieser Angst sind Schweißausbrüche, Atemnot und Herzrasen.

Phosphorus: senkt die Angst vor allem, was nicht selbst gesteuert oder beeinflusst werden kann. Dies betrifft z. B. die Angst vor Gewitter.

Einige der genannten Arzneimittel werden auch miteinander kombiniert und als sogenannte Komplexmittel verabreicht. Die enthaltenen Substanzen und Wirkstoffe ergänzen sich laut Medizin und Forschung gegenseitig, wodurch sich deren Wirkung optimiert und die Selbstheilungskräfte des Körpers noch besser aktiviert werden. Dazu gibt es auch zahlreiche Ratgeber.

Bitte beachten: Die Heilbehandlung von Ängsten mit homöopathischen Mitteln sollte genau wie bei einem Schmerzmittel immer medizinisch und psychotherapeutisch begleitet werden, da Angstbeschwerden meist nicht ohne die Einbeziehung einer Verhaltenstherapie und einer schuldmedizinischen Medikation auskommen.3

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Quellen:

[1] Angst verstehen: Schulmedizinische Behandlung von Angsterkrankungen, auf https://www.angst-verstehen.de
[2] Heilpraxisnet: Angst (Angststörung) / Therapie, auf https://www.heilpraxisnet.de
[3] Lifeline – das Gesundheitsportal: Homöopathie gegen Ängste, auf https://www.lifeline.de

veröffentlich am:
8. Juli 2021

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