Angststörungen – Welche Heilpflanzen, Vitamine und Mineralien helfen gegen Angst?

Aktualisiert am 17. Juli 2021 von ÁYIO-Q Redaktion

Bei leichten bis mittelschweren Angstzuständen, die mit depressiven Störungen einhergehen oder bei Ängsten, die mit den Wechseljahren in Zusammenhang stehen, helfen Hausmittel wie Johanniskrautextrakte sehr gut. Johanniskraut lindert schon nach einer Woche deutlich die Symptomatik und kann mit Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Passionsblumen kombiniert werden. Sehr wirksam ist auch Kava-Kava-Extrakt aus der Kavawurzel. Erhältlich ist Kava-Kava zurzeit nur als homöopathisches Präparat in stark verdünnter Form.1

Auch Rosmarin hilft bei Ängsten und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Dies fanden iranische Forscher 2018 in einer Studie heraus. 68 Studenten nahmen daran teil, wobei 34 von ihnen einen Monat lang zweimal täglich eine Kapsel mit 500 mg getrocknetem Rosmarinpulver einnahmen. Die zweite Teilnehmergruppe erhielt nur ein Placebo. Untersucht wurden damit die Effekte auf das Gedächtnis, Depressionen, Ängste und den Schlaf. Diese galt es detailliert wahrzunehmen und zu unterscheiden. Anschließend wurden die Ergebnisse verglichen: Die Gruppe „Rosmarin“ erbrachte eine deutlich bessere Gedächtnisleistung als die Gruppe „Placebo“. Auch die Ängste, Depressionen und der Schlaf der ersten Gruppe hatte sich verbessert. Fazit der Studie: 1 g Rosmarin pro Tag hat positive Effekte auf die o. g. Symptome und kann einfach mit der Ernährung aufgenommen werden.2

10 Vitamine gegen Angst

  • Vitamin A,C und E: schützen vor freien Radikalen, die verstärkt bei der Entstehung von Angst gebildet werden.
  • Vitamin B1: stärkt die Nerven und den Energiehaushalt und hebt die Stimmung.
  • Vitamin B2: reguliert die Bildung von Stresshormonen und optimiert die Energieverwertung aus der Nahrung.
  • Vitamin B6: stärkt das Nervensystem, optimiert die Eiweißverwertung im Körper und ist eine ideale Prophylaxe gegen Erschöpfungszustände.
  • Vitamin B12: stärkt ebenfalls das Nervensystem.
  • Niacin: unterstützt den Stoffwechsel und fördert den Schlaf.
  • Pantothensäure: mindert die Bildung von Stresshormonen und fördert die Energiegewinnung bei erhöhtem Energiebedarf.
  • Folsäure: fördert die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen und erhöht die allgemeine Leistungsfähigkeit.3

CBD-Öl bei Angststörungen

Medizin und Forschung belegen, dass CBD sehr effizient gegen Angststörungen wirkt und diesen vorbeugen kann. In diesem Kontext haben vor einiger Zeit einige deutsche Studenten an einer klinischen Studie der Universität Leipzig zum Thema CBD teilgenommen. 37 Probanden zwischen 23 und 61 Jahren mit der Diagnose „Angststörung“ wurden in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe nahm 30 Tage lang jeweils 10 Tropfen CBD-Öl mit 15 Prozent CBD-Gehalt ein. Die Dosierung lag bei fünfmal 2 Tropfen pro Tag. Die zweite Gruppe nahm zweimal täglich 10 Tropfen Rapsöl ein. Ergebnis: Mit CBD-Öl konnten die Ängste der Probanden um 32 Prozent gesenkt werden. Die Einnahme des Rapsöls als Placebo-Präparat ergab keine signifikante Verbesserung der Angstprobleme. Die Studie ergab zudem, dass die regelmäßige Einnahme von CBD-Öl bei Ängsten zur Verbesserung folgender Symptomatik führt: Erröten, Zittern, Angst vor Erbrechen und intensiver Stuhl- und Harndrang.

Damit CBD wirkt, sollte die Dosierung laut Forschern der University of Nottingham pro Tag zwischen 1 und 50 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Speziell bei Angststörungen hat sich herausgestellt, dass eine eher geringe CBD-Gabe zu sehr guten Ergebnissen führt. Ratgeber empfehlen, mit einer niedrigen Dosierung zu starten und diese bei Bedarf zu erhöhen. So lässt sie sich am besten an die individuellen Bedürfnisse anpassen.4

Prophylaxe durch Mineralstoffe und Spurenelemente

Magnesium: Wissenschaftliche Studien ergaben, dass die Einnahme von Magnesium sehr wirksam bei Angststörungen ist. Kombiniert mit Vitamin B6 können beispielsweise prämenstruelle Angststörungen bei Frauen gelindert werden. Magnesium ist generell der Antistressnährstoff unter den Mineralien.

Zink: Es ist durchaus bekannt, dass Zink wichtig für das psychische Wohlergehen und die Leistungsfähigkeit des Gehirns ist. Nachweislich haben Personen mit generalisierter Angst-Störung im Vergleich zu gesunden Personen niedrigere Zinkkonzentrationen. Dies geht aus einer Studie von 2013 hervor, die Forscher aus Bangladesch veröffentlicht haben.

Eisen: Bei einer schlechten Versorgung mit Eisen kommt es z. B. vermehrt zu Angstgefühlen bei Kleinkindern. US-Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass ein Eisendefizit bei Kindern signifikant mit psychischen Symptomen einhergeht. Eisenmangel im Babyalter führte laut einer chilenischen Studie bei Jugendlichen zum Anstieg von Sozialphobien.

Selen: Schilddrüsenfunktionsstörungen stehen häufig mit Angststörungen in Verbindung. Diesbezüglich spielt das Spurenelement Selen eine bedeutsame Rolle, da es die entsprechenden Unpässlichkeiten begrenzen und somit lindern kann.5

Ernährung bei Angstzuständen

Experten verweisen auf die positiven Effekte der Ernährung bei Ängsten. Das Wissen um den Nutzen bestimmter Lebensmittel gegen Angst ist zwar bisher kaum erforscht, bekannt ist aber die vorteilhafte Wirkung bestimmter darin enthaltener Substanzen. Folgende Lebensmittel sollte man deshalb bei einer Angstsymptomatik mit in den täglichen Speiseplan einbauen:

Nüsse und Samen: Sie enthalten Vitamin E, Kalium, Magnesium, Vitamin B1 und Omega-3-Fettsäuren. Das enthaltene Fett sollte bei der Zusammenstellung von Speisen besondere Berücksichtigung finden.

Vollkorn: ist ein optimaler Lieferant für B-Vitamine, Magnesium und komplexe Kohlenhydrate. Letztere sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und einen verlangsamten Anstieg verschiedener Blutwerte wie Blutzucker, Cortison etc.

Fettarme Milchprodukte: stecken voller B-Vitamine (insbesondere B12) und Calcium. Doch Vorsicht: Wird zu viel davon verzehrt, kann die positive Wirkung sich ins Gegenteil verkehren. Dies belegen wissenschaftliche Studien.

Obst und Gemüse: bergen viele Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Auch sekundäre Pflanzenstoffe sind enthalten. Diese gelten zwar nicht als reguläre Nährstoffe, haben aber nachweislich eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Fetthaltiger Fisch: beinhaltet wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die Angstprobleme reduzieren bzw. davor schützen können.6

Hinweis: Generell sollte eine mineral- und vitaminreiche Nahrungszufuhr beachtet werden. Je besser Sie ihren Körper versorgen, desto mehr geistige Kraft steht zur Verfügung.

Wenn das Leiden an einer Angststörung nicht behandelt wird, kann daraus eine Erwartungsangst entstehen, also die „Angst vor der Angst“. Alle potentiellen Auslöser dafür werden dann als Risikofaktoren eingestuft und konsequent gemieden. Betroffene ziehen sich immer mehr aus dem Leben zurück. Zu ihren Ängsten und physischen Krankheitsmerkmalen kommen im Verlauf noch fehlendes Selbstvertrauen und das permanente Gefühl des Ausgeliefertseins hinzu.

Qualifizierte Tipps und präventive Behandlungsmöglichkeiten bei Ängsten erhalten Sie bei ÁYIO-Q.


Angststörungen – Die Natur der Angst im Überblick

Angststörungen – Wie die Schulmedizin Angstzustände behandelt

Gesundheitsexperten – Symptome – Therapien – Heilkräuter – ÁYIO-Q Wasserkur – ÁYIO-Q Atemtherapie


Quellen:

[1] Deutscher Naturheilbund eV: Heilpflanzen gegen Angst und Depression, auf https://naturheilbund.de
[2] Zentrum der Gesundheit: Rosmarin – Heilpflanze für das Gedächtnis, auf https://www.zentrum-der-gesundheit.de
[3] ellviva – Ihr Gesundheitsportal: Top zehn der Vitamine gegen Angst und Stress, auf https://www.ellviva.de
[4] Zentrum der Gesundheit: CBD wirkt gegen Angststörungen, auf https://www.zentrum-der-gesundheit.de
[5] DCMS: Zusammenhang zwischen Angsterkrankungen und Mikronährstoffmängel, auf https://www.diagnostisches-centrum.de
[6] Fachklinik Allgäu: Ernährung und Stress Begleitinformation, auf https://www.fachklinik-allgaeu.de

veröffentlich am:
8. Juli 2021

Mit Freunden teilen:

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on telegram
Share on email

Mehr
Beiträge