Erkältung und Grippe (Influenza) – Ursache, Behandlung und Komplikationen

Aktualisiert am 17. September 2021 von ÁYIO-Q Redaktion

Wenn jemand in öffentlichen Verkehrsmitteln hustet oder niest, schauen manche Leute argwöhnisch und halten einen größeren Abstand. Denn es könnte sich um einen gewissenlosen Superspreader handeln, der sich eigentlich in Quarantäne begeben sollte. Häufig steckt jedoch nur eine gewöhnliche Erkältung dahinter.

Hier erfahren Sie,

  • worin der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung liegt,
  • was Sie selbst tun können,
  • wann es ratsam ist, einen Arzt aufzusuchen.

Was verstehen Mediziner unter einer Erkältung und einer Grippe?

Mit dem Begriff Erkältung bezeichnen Ärzte eine akute Entzündung der Schleimhäute in den oberen Atemwegen (Nase, Rachenraum, Nasennebenhöhlen). Die Erkrankung trägt auch den Namen grippaler Infekt. Verursacht werden Erkältungen zumeist durch folgende Viren: Rhinovirus (30 bis 50 Prozent der Fälle), Coronavirus (10 bis 15 Prozent), Influenzavirus (5 bis 15 Prozent) und Adenovirus (unter 5 Prozent).1

Da Erkältungsviren sehr ansteckend sind, erkranken Erwachsene zwei bis fünf Mal pro Jahr. Bei Schulkindern tritt sogar sieben bis zehn Mal im Jahr ein grippaler Infekt auf. In der Regel verläuft eine Erkältung harmlos und endet nach etwa einer Woche.2

Bei der echten Grippe (Influenza) handelt es sich um eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in unseren Breiten hauptsächlich von Anfang Oktober bis Mitte Mai auftritt. Auslöser ist zumeist das Influenza-A-Virus.

Seltener kommen auch andere Influenzaviren als Erreger infrage. Obwohl die Symptome von Grippe und Erkältung voneinander abweichen, erkennen viele Betroffene den Ernst der Lage nicht und suchen erst spät ihren Hausarzt auf. Zunächst wollen wir uns deshalb die wesentlichen Unterschiede ansehen.

Aus aktuellem Anlass nehmen wir die Atemwegserkrankung COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) hinzu, die von dem neuartigen Erreger SARS-CoV-2 (Schweres-akutes-Atemwegssyndrom-Coronavirus Typ 2) ausgelöst werden kann.3

Worin unterscheidet sich eine Erkältung von Influenza und COVID-19?

Generell sind Infektionskrankheiten durch das Symptom Fieber charakterisiert. Falls bei Ihnen plötzlich Fieber von 38,5 bis 40 °C auftritt, das länger als drei Tage anhält begleitet von einem schweren Krankheitsgefühl, spricht das für eine Grippe. Viele Betroffene klagen zudem über Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Bei einer Erkältung wird – wenn überhaupt – nur leichtes Fieber beobachtet, das nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Falls es zu Übelkeit oder Magen-Darm-Problemen kommt, sind die Beschwerden nicht gravierend.

Typische Symptome bei Erkältung, Grippe und COVID-19

Erkältung2Grippe4COVID-195
Fieber+++++
Husten++++++
Schnupfen+++++
Abgeschlagenheit++++++
Halsschmerzen++++++
Kopfschmerzen, Gliederschmerzen++++++
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall++++
Geruchs- und Geschmacksstörung+++
Krankheitsverlauflangsamschnelllangsam
schwere Verläufeseltenseltenhäufiger als Grippe
KomplikationenLungenentzündung,
Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung
LungenentzündungLungenentzündung

++ häufiges Symptom
+ selteneres Symptom oder leichtere Beschwerden
— Symptom wurde bisher noch nicht beschrieben

Ein Fachartikel in der Zeitschrift für Allgemeine Innere Medizin in Hausarztpraxis und Spital (Primary and Hospital Care) weist darauf hin, dass sich COVID-19 klinisch (in der Symptomatik) nicht eindeutig von einer Grippe und anderen grippeähnlichen Erkrankungen unterscheidet. Ein PCR-Test stellt die empfindlichste Methode dar, um Covid-19 zu diagnostizieren. Erste Hinweise auf den Krankheitserreger liefert auch ein Antikörpertest.6

Behandlungsmöglichkeiten bei Erkältung und Grippe

Eine Erkältung dauert ohne Behandlung sieben Tage und mit Behandlung eine Woche, besagt ein altes Sprichwort. Erkältete können nicht allzu viel dagegen unternehmen, außer sich auszuruhen und die Beschwerden mit Hausmitteln zu lindern.

Diese Erkenntnis ist enorm wichtig, weil sämtliche Erkältungszeichen nichts anderes als die Reaktionen unseres Immunsystems darstellen. Wer mit Aspirin & Co sein Fieber senkt oder Medikamente gegen Husten und Schnupfen einsetzt, greift damit in die Regulation (Selbstheilungskräfte) des Körpers ein.7

Noch ein Wort zu den beliebten Schleimhaut-abschwellende Nasentropfen und -sprays. Seien Sie bitte vorsichtig damit, denn sie bergen ein hohes Suchtpotenzial. Bei einer längeren Anwendung trocknen die Nasenschleimhäute aus. Als Folge arbeitet die Immunabwehr im Nasenbereich nicht mehr richtig und es drohen weitere gesundheitliche Probleme.8

Aus diesem Grund empfehlen wir, komplett auf Nasentropfen zu verzichten. Wenden Sie besser bei Erkältungen einfache Mittel wie Inhalieren, Rotlicht, ansteigende Fußbäder und Wickel an.

Frische Luft und lebendiges Quellwasser unterstützen unseren Organismus, damit wir schnell wieder auf die Beine kommen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, während einer Erkältung entzündungsfördernde Nahrungs- und Genussmittel zu meiden. Dazu zählen vor allem Fleisch, Milch, Milchprodukte, Süßigkeiten, Haushaltszucker, Alkohol sowie Nudeln und Backwaren aus Weißmehl.

Die Naturheilkunde kennt zahlreiche pflanzliche und homöopathische Mittel, die Erkältungssymptome auf natürliche Weise lindern können. Beliebt sind Kamille, Pfefferminze, Thymian, Salbei, Sonnenhut (Echinacea), Umckaloabo, Huflattich, Engelwurzbalsam, Eibisch, Fenchel und Dill. Sie werden in Form von Pflanzenextrakten und Tees angewendet.

Wenn die Beschwerden nicht innerhalb von sieben bis zehn Tagen abklingen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt besonders dann, wenn hohes Fieber auftritt, die Symptome zunehmen oder sich ein schweres Krankheitsgefühl einstellt, das noch andere Bereiche des Körpers betrifft. Denn es ist wichtig, eine Influenza auszuschließen und die Ausbreitung der Erkältung auf die unteren Atemwege (Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge) zu verhindern.

Was kann man bei Grippe tun? Da es sich bei der Influenza um eine meldepflichtige Infektionskrankheit handelt, besteht für Heilpraktiker gemäß § 24 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ein Behandlungsverbot. Aus diesem Grund gehen wir an dieser Stelle nicht auf naturheilkundlichen Behandlungsformen ein.

Die Schulmedizin setzt bei der Grippe einerseits auf Prävention in Form der jährlichen Schutzimpfung für Risikogruppen. Wenn es zu einer Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen kommt, darf ausschließlich ein Arzt die Diagnose Influenza stellen und die Behandlung vornehmen.

Abwehrkräfte stärken

Wer häufiger an Erkältungen leidet oder schon einmal an einer Grippe oder Lungenentzündung erkrankte, kann sein Immunsystem mit einfachen Mitteln unterstützen:9

  • eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse
  • Nüsse, Mandeln und Gewürze wie Knoblauch, Cayennepfeffer, Kurkuma, Ingwer und Zimt regelmäßig verzehren
  • viel Bewegung an der frischen Luft
  • Wechselduschen, Sauna
  • ausreichend schlafen
  • Stress abbauen
  • Säure-Basen-Haushalt ausgleichen
  • den Darm mit Probiotika und Präbiotika fit machen

Fitness- und Personal Trainer empfehlen ihren Kunden zur Stärkung der Abwehrkräfte gerne den sogenannten Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Trunk. Er lässt sich nach dem folgenden Rezept herstellen:10


Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Trunk

Sie benötigen:

  • 250 g Honig, am besten von einem Imker aus der näheren Umgebung
  • 1 mittelgroße Ingwerknolle
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen

So einfach geht es:

Ingwer reiben, Zitrone auspressen und den Knoblauch in kleine Stücke hacken. Zusammen mit etwas Honig in ein Einmachglas geben, kräftig schütteln und einen Tag lang stehen lassen. Anschließend das Glas mit dem restlichen Honig auffüllen. Täglich 1 bis 2 Esslöffel davon verzehren.

Hinweis für Diabetiker: Neben wertvollen Mineralien, Vitaminen, Enzymen, Aminosäuren und organischen Säuren enthält Honig größere Mengen an Zucker (Monosacchariden, Disacchariden, Polysacchariden). Sprechen Sie vor der Anwendung des Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Trunks mit Ihrem Hausarzt und suchen Sie gegebenenfalls nach zuckerfreien Alternativen.


Um die Abwehrkräfte anzuregen, schwören viele Therapeuten auf die kleine Eigenblutbehandlung. Bei dieser unspezifischen Reiztherapie entnimmt ein Arzt oder Heilpraktiker Blut aus einer Vene des Patienten. Anschließend wird ein pflanzliches oder homöopathisches Mittel zugesetzt, das Ganze verschüttelt und in einen Muskel injiziert. Manchmal kommt anstelle eines Medikaments das Gas Ozon zum Einsatz.11

Weitere Möglichkeiten, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken, bietet das ÁYIO-Q Zentrum der Vitalität. Besonders beliebt sind die ÁYIO-Q Atemtherapie und die ÁYIO-Q Wasserkur. Bei einer Umfrage gaben 78 Prozent der Anwender an, ÁYIO-Q an Freunde und Bekannte weiterzuempfehlen.

Informationen von anerkannten Gesundheitsexperten zu Symptomen, Therapien, Vitaminen, Mineralien, Heilkräutern, ÁYIO-Q Wasserkur und ÁYIO-Q Atemtherapie.


Quellen:

[1] Welche Erkältungsviren gibt es, auf https://www.gelomyrtol-forte.de

[2] Erkältung, auf https://www.netdoktor.de

[3] SARS-CoV-2: Virologische Basisdaten sowie Virusvarianten, auf https://www.rki.de

[4] Grippe, auf https://www.netdoktor.de

[5] Coronavirus oder Grippe? Das sind die Unterschiede, auf https://www.netdoktor.de

[6] Dietrich L et al. COVID-19, Influenza und ­grippeähnliche Erkrankungen. Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2020;20(12):377-382

[7] Regulation des Zellstoffwechsels in  Diagnostik und Therapie chronischer  Erkrankungen, auf https://docplayer.org

[8] Sucht nach Nasenspray: Fünf Tipps gegen die Abhängigkeit, auf https://www.barmer.de

[9] Machen Sie Ihr Immunsystem fit, auf https://www.zentrum-der-gesundheit.de

[10] Der Grippe ein Schnippchen schlagen mit dem Ingwer-Knoblauch-Zitronen-Trunk, auf https://www.smarticular.net

[11] Mit der Eigenblut-Behandlung die Selbstheilung des Körpers fördern, auf https://www.naturheilkunde.de

veröffentlich am:
30. August 2021

Mit Freunden teilen:

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on telegram
Share on email

Mehr
Beiträge